Die Arbeit im Team kann sehr erfolgreich sein, wenn Teamleitung und Mitglieder mit Gruppenprozessen umgehen können. Unter dieser Rubrik finden Sie verschiedene Arbeitsmethoden, die Ihnen helfen, im Team effizient zu arbeiten.

Zielvereinbarung

Design Challenge

Mit dieser Methode wird die so genannte „Design Challenge“ im Team formuliert. Diese Frage bzw. Problemstellung bildet die Grundlage für das weitere Vorgehen.

  1. Zunächst werden gemeinsam Problemfelder und Herausforderungen der Unternehmung, angestrebte Ziele bzw. Veränderungen, die stattfinden müssen, in Stichpunkten auf Klebezettel geschrieben. Diese werden daraufhin zu Themenfeldern zusammengefasst. Danach entscheidet die Gruppe, welche Herausforderungen sie angehen will.
  2. Jeder Gruppenteilnehmer schreibt nun eine Zielsetzung in Frageform auf ein DIN-A4-Blatt, die alle Herausforderungen abdeckt, z.B. „Wie schaffen wir bei X eine emotionale Erlebniswelt, die Kunden begeistert und Laufkundschaft anlockt?“ Diese Sätze werden dann für alle sichtbar präsentiert.
  3. Aus allen Sätzen wird nun die am treffendsten formulierte „Design Challenge“ ausgewählt. Oft werden bei diesem Schritt noch einmal mehrere Sätze miteinander kombiniert.
  4. Die „Design Challenge“, für die sich die Gruppe entscheidet, wird nun mehrfach ausgedruckt und bei jedem Arbeitstreffen für alle sichtbar im Arbeitsraum platziert.

Präsentieren

Sie machen sich viel Arbeit und darum finden Sie hier verschiedene Methoden, um Ihre Konzepte und Ideen anschaulich zu präsentieren.

Allgemeine Tipps:

Handelt es sich um ein physischen Produkt bzw. einen Touchpoint, sollten Sie einen Prototypen – etwas, mit dem Ihr Kunde/ der Nutzer interagieren kann – präsentieren können.

Handelt es sich um einen Prozess oder System? Kreieren Sie ein Szenario, in dem der Kunde/ Nutzer dieses nacherleben und so nachvollziehen kann.

Während der Präsentation: Verlieben Sie sich nicht in Ihr Konzept! d.h. vor allem:

  1. Beobachten Sie genau, wie die Reaktionen auf Ihren Prototyp / Ihr Konzept sind
  2. Verteidigen Sie Ihr Konzept nicht, werden Sie nicht emotional und nehmen Sie Kritik und Verbesserungsvorschläge an. Dazu zählen sowohl Aussagen als auch emotionale Reaktionen.
  3. Notieren Sie das Feedback und dokumentieren es bei Bedarf auch mit Fotoapparat, Kamera und Aufnahmegerät.

Nehmen Sie die Reaktionen und Kritik als Grundlage für eine Optimierung.

Download: Leitfaden zu Feedback

 

Elevator Pitch

Beim „Elevator Pitch“ geht es darum, ein Konzept so kurz, prägnant und fesselnd zu formulieren, dass es innerhalb einer Fahrstuhl-Fahrt überzeugend kommuniziert werden kann. Der „Elevator Pitch“ sollte folgende Aussagen enthalten:

  • Für wen ist der Service? (Zielkunden)
  • Was will der Kunde erreichen? (Bedürfnis)
  • Wie heißt der Service? (Produktname)
  • Was ist es für ein Service? (Produktart)
  • Was ist ein wesentlicher Vorteil? (Nutzen)
  • Wer ist die Konkurrenz? (Wettbewerber)
  • Was gibt es für ein Unterscheidungsmerkmal? (USP)

„Service Tweet“

Bei der Variante „Service Tweet“ wird ein Konzept − wie eine Twitter-Kurznachricht − mit 140 Zeichen erklärt.

 

Bewertungs-/Auswahlverfahren

Dot Voting

Dot Voting ist eine einfache und schnelle Methode, Ideen zu bewerten sowie Auswahlen und Entscheidungen in einer Gruppe zu treffen.

  1. Jedes Gruppenmitglied bekommt drei bis fünf Stimmen in Form von Klebepunkten.
  2. Jeder gibt sein Voting ab, indem er seine Klebepunkte den vielversprechendsten Ideen oder Themen zuordnet, die er/sie favorisiert.
  3. Die bewerteten Ideen/Themen mit den meisten Punkten werden ausgewählt und weiterentwickelt.

4-Feld-Graph

Die Methode „4-Feld-Graph“ hilft dabei, einen Überblick über die Relevanz von Ideen zu bekommen und so Ideen zu bewerten sowie Auswahlen und Entscheidungen in einer Gruppe zu treffen.

  1. Zeichnen Sie einen Kreuz: An das obere Ende der senkrechten Linie schreiben Sie leicht, an das untere schwer, an das linke Ende der waagerechten Linie große Verbesserung/Wettbewerbsvorteil/Optimierung, an das rechte Ende geringe Verbesserung/Wettbewerbsvorteil/Optimierung.
  2. Verteilen Sie nun die Daten (Ideen, Painpoints o.ä.) nach Ihrer Relevanz für den Prozess jenseits der horizontalen Linie und bezüglich des dafür aufzuwendenden Arbeitsaufwand bzw. Ressourceneinsatzes auf der vertikalen Linie.
  3. Idealerweise beginnen Sie an den Painpoints/Ideen zu arbeiten, deren Optimierung eine große positive Auswirkung auf den Prozess haben und im Rahmen ihrer Ressourcen (Mitarbeiter, Zeit, Geld etc.) umsetzbar erscheinen.